Es gibt eine besondere Magie an der Havel im späten Juli. Das Licht bleibt bis nach zehn, das Wasser wird golden, und die Luft trägt das langsame Tempo eines Sommers, der endlich atmet. Für genau diese Stunde wurde das Jazz Bridge Festival gemacht.
Vierzehn Abende lang öffnet sich der Garten der Villa Schöningen zum Fluss. Eine Open-Air-Bühne steigt am Havelufer auf, eingerahmt vom historischen Mauerwerk der Villa und der Silhouette der Glienicker Brücke. Im langen Sommerlicht, am Wasser, zwischen alten Bäumen - Konzerte, die nur im Hochsommer und nur an diesem Ort entstehen können.
Über dreißig Konzerte. Vierzehn Nächte. NEA Jazz Masters und Grammy-Gewinner teilen sich das Programm mit den aufregendsten jungen Stimmen der Berliner Szene. Von Ledisi, von Eliane Elias bis Tigran Hamasyan, von Dee Dee Bridgewater bis zu den aufstrebenden Talenten des JIB - die Auswahl ist eine Liebeserklärung an die Musik.
Der Name des Festivals stammt von Sonny Rollins' Album The Bridge aus dem Jahr 1962 - aufgenommen nach seinem berühmten Sabbatical, in dem er allein auf der Williamsburg Bridge in New York spielte. Wie Rollins glaubt auch dieses Festival: An der Brücke findet die Musik ihre Wahrheit. Zwischen Tradition und Erneuerung, zwischen Kontinenten und Generationen, zwischen Villa und Wasser.
Ein Festival von Berlin Jazz Kultur e.V. in Partnerschaft mit dem Zig Zag Jazz Club.